Big Data

Big Data – der Umgang mit riesigen Datenmengen

Aufgrund der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung entstehen riesige Datenmengen. Diese haben ihren Ursprung in vielen verschiedenen Bereichen. Dazu zählen unter anderem das Internet, Mobilfunk, soziale Medien, aber auch die Finanzindustrie, Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen. Je mehr Kommunikation digital erfolgt, umso mehr Daten entstehen. Ganz automatisch wird die Masse der gespeicherten Daten immer größer. Big Data spielt eine große Rolle, wenn es darum geht die Datenmassen zu verarbeiten und nutzbar zu machen. Denn was bringen riesige Datensammlungen, wenn man keine Erkenntnisse daraus ziehen kann?

Intelligente cloudbasierte Systeme machen es möglich

Sie sind dazu befähigt Muster und Zusammenhänge aus dem Datenstrom zu filtern und Erkenntnisse abzuleiten. Der Einsatz einer entsprechenden Cloud-Lösung ist für Unternehmen, die auch zukünftig konkurrenzfähig bleiben wollen, Grundvoraussetzung. Dabei sollte vorher das Ziel der Datenanalyse und der Verwendungszweck der ausgewerteten Daten festgelegt werden. Wird das zuvor festgelegte Konzept zur Auswertung und Verwendung der Daten effektiv umgesetzt, können Sie mit der Nutzung von Big Data einen klaren Wettbewerbsvorteil erreichen.

Schon gewusst?
Im Jahr 2016 nutzten bereits 17 % der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing. Hier mehr lesen

Das weltweite Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre

Weltweit ist die Menge der auf Rechnern gespeicherten Daten so groß, dass sogar ein neues Wort für diese Anzahl erfunden wurde. Es handelt sich hier um Yottabyte, eine 1 mit 24 Nullen. Die generierten Datenmassen aus den unterschiedlichsten Bereichen übersteigen die vorhandenen Speichermöglichkeiten völlig.

Doch wie werden Massendaten gesichert?

Zur Speicherung von riesigen Datenmengen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine herkömmliche Methode, die bereits seit des frühen Beginns der Computerentwicklung genutzt wird, sind Magnetbänder.

Flash-Streifen eignen sich sehr gut für die Nutzung von Echtzeitdaten. Der Nachteil ist begrenzte Lebensdauer von Flash Streifen, da diese nicht beliebig oft überschreibbar sind.

In der Vergangenheit erfolgte die Datenspeicherung ausschließlich auf der Oberfläche der Datenträgerschicht von optischen Datenträgern. Holographic Versatile Discs machen es zukünftig möglich Daten auf mehrere Schichten durch die Ausnutzung der dritten Dimension zu speichern.

Racetrack-Festplatten bieten eine durch ihren geringen Raumbedarf eine 100-mal höhere Speicherdichte als SSDs (Solid State Drives). Die Daten sind in magnetischen, in Bahnen angeordneten Nanodrähten gespeichert.

Biologische Datenspeicherung – Wird Big Data in Zukunft in DNA gespeichert?

Ein Team von Genetikern der Harvard Universität hat 2012 erfolgreich Informationen in DNA zu erzeugt, codiert und anschließend wieder decodiert. DNA zukünftig als Speichermedium zu verwenden, wäre der Durchbruch bei der Suche nach alternativen Möglichkeiten zur Speicherung von Datenmassen und würde folgende Vorteile mit sich bringen:

• Platzsparende Datenspeicherung

• Kein Energieverbrauch bei der Datenspeicherung

• Auch langfristig kein Datenverlust

Ein Minuspunkt ist die extrem langsame Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

Protein-croated-Discs

Eine neue Entwicklung der Biochemie sind DVD-ähnliche Speichermedien, die eine Protein-Beschichtung besitzen. Diese DVD könnte eine Speicherkapazität von 50 Terabyte vorweisen. Im Vergleich dazu hat eine Blu-ray-Disc ein maximales Speichervermögen von 500 GB. Nach heutigen Stand würde die Lesbarkeit aber nur wenige Monate anhalten, was ein klarer Nachteil ist.

Die Zukunft von Big Data

Durch Big Data erhöhen sich die Anforderungen an Speicherkapazitäten für diese Masse an Daten drastisch. Die Ansammlung von Daten aus unterschiedlichsten Bereichen und Quellen führt eine förmliche Explosion der Datenmenge herbei. Mit dem rasanten Wachstum des weltweiten Datenbergs kann die Entwicklung von Speichermedien nicht mithalten. Deshalb stellt sich die Frage, welche Daten nur kurz- oder mittelfristig zu Verfügung stehen und welche auch unbedingt für die spätere Verwendung archiviert werden müssen. Die zukünftige Weiterentwicklung von Speichermedien stellt also auch einen Einflussfaktor von Big Data dar.

Big Data: Nutzen und Risiko

Auch Unternehmen sammeln viele Daten und betreiben Data Mining¹, um zum Beispiel ihre Werbung direkt auf den jeweiligen Kunden abzustimmen. Nutzen Kunden ihre Angebote, hinterlassen sie automatisch und zum Teil unbewusst Daten, die wiederum nützlich für weitere Werbezwecke der Unternehmen sind. Die hinterlassenen Daten nutzen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Politik, Forschung und gemeinnützigen Organisationen. Alle haben demnach die Möglichkeit das gesammelte Wissen für sich zu nutzen.

Doch wollen die Menschen überhaupt, dass man sie ihrer Daten „beraubt“?

51% der Europäer hegen klare Bedenken zum Theme Big Data. Sie sind der Meinung, dass sie zu viele persönliche Daten und Präferenzen preisgeben und damit zu leicht ein Rückschluss auf ihre Persönlichkeit zu führen ist.

Allerdings belegt auch eine Studie, dass 32% der Europäer mehr Vor- als Nachteile in Big Data erkennen.

Datenschutz ist ein wichtiges Thema

Der Datenschutz steht nach wie vor an erster Stelle. Menschen stellen klare Forderungen zur Verwendung ihrer Daten. Ausschlagend ist vor allem der Grad an Transparenz, wenn sie ihre Daten hergeben sollen. Ist der Verwendungszweck für sie klar und positiv, sind sie auch gern bereit ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Die Aufgabe der Unternehmen ist es dann, mit den bereitgestellten Daten sensibel umzugehen und diese sinnvoll zu nutzen.

¹Data Mining beschreibt die Suche nach Erkenntnissen aus einer Ansammlung von Daten (Modelle, Muster, Aussagen und Analysen).

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