Digitale Transformation – Der nächste Schritt in der industriellen Revolution

– Gastbeitrag von Rainer Strassner –

Die Zeit steht niemals still und stetiger Wandel ist seit jeher Teil unseres Lebens – von technischen Erfindungen bis hin zu gesellschaftlichen Konventionen. Besonders die letzten „Revolutionen“ sind wahrscheinlich jedem aus der Schule bekannt. Die Älteren unter uns haben die letzte hautnah miterleben dürfen, als die Elektronik im Rahmen von Radio, Fernsehen und der Automatisierung in der Industrie einschneidende Veränderungen in das Leben von vielen brachte.

Intelligente Vernetzung

Auch in den letzten 20 Jahren hat es eine schleichende Revolution gegeben, die unsere Arbeitswelt entscheidend beeinflusste – zum Beispiel die Möglichkeit, überall Informationen mit dem Laptop oder Handy abzurufen und damit 24/7 erreichbar zu sein.

Durch die Bereitstellung massiver Rechenpower, die von jedem gemietet werden kann, konnte der nächste Schritt in der technischen Evolution eingeleitet werden: eine digitale Transformation, die eine intelligente Vernetzung und Digitalisierung von Produkten, Services und Geschäftsmodellen ermöglicht.

Auswirkungen für Unternehmen

Für Unternehmen hat dies weitreichende Konsequenzen. Fast alles, was wir täglich in den Händen halten, ist mittlerweile miteinander vernetzt. Nicht mehr der Besitz von physikalischen Gegenständen steht im Fokus, sondern die intelligente Nutzung der Daten, die durch die Vernetzung anfallen und die neuen Geschäftsideen, die sich aus einer datengetriebenen Geschäftsstrategie ergeben. Diese können heute ohne große Kapitalinvestitionen durch die Miete von Rechenpower aus der Cloud umgesetzt werden. Airbnb oder Uber werten intelligente Daten aus und vermitteln zum einen Unterkünfte und zum anderen Beförderungen – ohne Hotels oder Taxis zu besitzen.

Public-Cloud- und Big-Data-Technologien ermöglichen es Geschäftskunden, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, statt sich mit der Installation und Wartung von IT-Infrastruktur zu beschäftigen. Heute kommt es vielmehr darauf an, wie schnell die richtigen Daten auf die richtige Weise analysiert werden, um wertvolle Erkenntnisse für konkrete geschäftsrelevante Handlungen und Entscheidungen abzuleiten.

Immer schneller, immer intelligenter

„Die Industrie respektiert keine Tradition, sondern nur Innovation“ – das ist nicht neu und war auch schon vor 100 Jahren der Fall. Was sich geändert hat, ist wie beschrieben der Zeitfaktor und die Möglichkeiten. Heute kann jeder – mit der geeigneten Idee – mit Traditionsunternehmen konkurrieren und sie zu einem Umdenken bewegen.. Noch 1920 war die durchschnittliche Zeit, die eine US Firma im S&P gelistet war, 75 Jahre – 2010 waren es nur noch 15 Jahre.

Als Folge der digitalen Transformation entstehen intelligente Systeme, die auf Basis der schnell veränderten Geschäftsanforderungen weiterentwickelt werden oder sich auch selbst weiterentwickeln können (z.B. durch Machine Learning). Menschliche Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Analysieren, Entscheiden und Handeln werden durch Technologie (z.B. Microsoft Cognitive Services, Microsoft HoloLens) ergänzt und helfen bei dieser Weiterentwicklung.

Wir sind dabei auf dem Scheitelpunkt einer sogenannten „hybriden Workforce“ angelangt, von dem an Menschen und Maschinen enger zusammenarbeiten werden, um die Herausforderungen in der Gesellschaft wie Wasserknappheit, Krankheit und Armut oder das Altern der Gesellschaft, schneller, sicherer und einfacher überwinden zu können. Dabei steht im Vordergrund, dass die Technologie den Menschen unterstützen, aber nicht ersetzen soll. Wie schon in den früheren industriellen
Revolutionen entstehen dadurch neue Arbeitsfelder, die durch die neuen Technologien erzeugt werden.

Neue Möglichkeiten durch Technologie

Microsofts Ziel dabei ist es, diese intelligenten Systeme und Technologien für jeden zugänglich und nutzbar zu machen, um die Veränderungen in allen Bereichen unserer Industrie und auch im privaten Bereich zu unterstützen.

Wir befinden uns in einer spannenden Zeit, in der die Technologie Möglichkeiten eröffnet, die uns helfen, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen –Fragen zu Ethik, Moral, Datenschutz und Sicherheit dürfen dabei aber nicht außer Acht gelassen werden. Um diese Diskussion zu unterstützen, hat Microsoft die Denkschrift „Cloud For Global Good“ veröffentlicht, die den gesellschaftlichen Diskurs über die neuen Technologien fördern und auf der anderen Seite die Angst vor der notwendigen Veränderung nehmen soll.

 

Über den Autor:

Gastautor Rainer Strassner

Rainer Strassner startete vor 18 Jahren als Developer Consultant für Softwarehäuser bei Microsoft
und war seitdem in unterschiedlichen Management-Positionen in den Bereichen Enterprise Services
und Marketing & Operations tätig. Seit letztem Jahr ist er als Teil des Azure Cloud Expansion Teams
für die erfolgreiche Einführung von Microsoft Azure in Deutschland verantwortlich.

Rainer Strassner unterstützte uns als Experte bei unserem ersten agilesExpertTalk.

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