Weltbevölkerung

Fruchthandel 2025 – Die zukünftige Versorgung der Weltbevölkerung

Der Wachstum der Weltbevölkerung stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen

Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der Weltbevölkerung auf 9,7 Milliarden Menschen ansteigen. Die folgende Grafik zeigt das rasante Wachstum der Weltbevölkerung von 2010 bis 2100.

Es stellt sich die Frage, wie alle Menschen durch herkömmliche Anbaumethoden ernährt werden sollen. Um die Weltbevölkerung auch noch in 20 Jahren ausreichend mit Lebensmitteln versorgen zu können, muss sich die Landwirtschaft auf die stetig anwachsende Weltbevölkerung und den Wegfall von Anbauflächen durch den vermehrten Städtebau reagieren. Es müssen neue Anbaumethoden und Versorgungskonzepte entwickelt werden. Die größte Herausforderung wird sein, auf weniger Fläche mehr anzubauen und das möglichst effizient und ressourcenschonend. Die Verschwendung von Lebensmittel ist unbedingt zu verhindern. Auch für die Zukunft möchten Menschen nicht auf einen gesunden Lebensstil verzichten. Somit steigt auch die Nachfrage an frischem Obst und Gemüse immer weiter.

Neue Anbaumethoden sind die Zukunft der Landwirtschaft

Vertical Farming

Eine sehr interessante und vor allem effektive Methode ist das Vertical Farming. Mehrstöckige Beete oder ganze Felder werden mit Obst und Gemüse gepflanzt. Was dabei herauskommt ist ein so genannter „Farmscraper“. Auf dem Dach befinden sich Solaranlagen, die der Stromerzeugung dienen.  Außerdem sind die Farmscraper mit Windturbinen oder Wasserbehältern bestückt. Ziel ist es eine geringe Anbaufläche optimal zu nutzen und auch in urbanen Ballungsräumen die Möglichkeit zu haben Landwirtschaft zu betreiben. Beim Anbau von frischem Obst und Gemüse wird auf Aeroponik, Aquaponik, Hydro- und Aquakulturen zurückgegriffen. Ein ausgeklügelter und hoch entwickelter Vertikal Farming Komplex bietet außerdem die direkte Anbindung des Farmscrapers an angrenzende Restaurants und den Verkauf der frisch erzeugten Produkte.

Welche Vorteile bietet Vertical Farming?

  • Steigerung des Ertrags pro m²
  • Ressourcenverbrauch wird durch Kreislaufwirtschaft und Gewächshausbedingungen stark reduziert
  • Ganzjähige Produktion von Obst und Gemüse
  • Verkürzter Distributionweg durch Urbane Ansiedlung von Farmscrapers

Natürlich gibt es auch Kritik an den Farmscrapers, denn durch künstliche Beleuchtung und künstliche Bewässerung der Pflanzen steigen wiederum die Kosten für Strom und Wasser.

In diesem Video sehen Sie eine atemberaubende Unterwasserfarm. Hier wird sehr deutlich, wie sich auch die Landwirtschaft bereits stark und zukunftsorientiert weiterentwickelt hat.

Neue Technologien revolutionieren die Nahrungsmittelproduktion

Ernteroboter, hochpräzise landwirtschaftliche Maschinen und Sensoren zur Überwachung von Boden und Pflanzen vereinfachen Prozesse in der Landwirtschaft ungemein. Außerdem sind Farmen durch die Digitalisierung immer besser miteinander vernetzt. Im Zuge von weitreichenden Vernetzungen wird Arbeitserleichterung geschaffen, sowie die Nachhaltigkeit und Effizienz gesteigert.

Neue Möglichkeiten wollen auch von Global Playern genutzt werden

Die Verschmelzung von Landwirtschaft und Digitalisierung geht natürlich auch nicht an großen Technologieunternehmen, wie Google & Co. vorbei. Diese nutzen ihr technisches Know How, um ihre Angebote innerhalb der Food-Branche zu erweitern und gleichzeitig ihr Image zu verbessern. Auch finanzielle Aspekte spielen eine Rolle, denn gut aufgestellte Foodtech-Unternehmen besitzen ihre eigenen Forschungsabteilungen und können neue Ideen und Produkte in eigenen Indoor-Farmen testen.

Was verändert sich durch die Global Player?

  • Technologie entwickelt sich schneller
  • Entstehung neuer Möglichkeiten
  • Brancheneffizienz steigt durch verstärkten Wettbewerb in neu entstandener Branche

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